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Schnaitelbäume, Futterlaub und Laubwirtschaft
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8463
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 28.05.2018 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

So ich lege nach. Erst mal eine alte Quelle und zwar mit einem Buch von Joseph Wessley, derer ich leider noch nicht habhaft werden konnte, aber ein PDF mit Inhaltsverzeichnis habe ich gefunden... und zwar im ungarischen Raum:
http://www.sumari.hr/biblio/pdf/10946.pdf

Wessley, J. (1877): Das Futterlaub, seine Zucht und Verwendung. Auf Grund ausgedehnter Reise-Studien und unter Benützung der bezüglichen Literatur. Kommissions-Verlag von Moritz Perles Buchhandlung, Wien.

Zitat:

Vorwort

Als die entsezliche Dürre des Sommers von 1863 den Viehstand der ganzen ungarischen Ebene nahezu vernichtete, ohne dass man den Wald zur Verringerung des Unheils nennenswerth in Anspruch genommen hätte, studirte ich ohne Verzug das Futterlaubwesen, und empfahl es dann dem Publikum in der Schrift, welche unter dem Titel "Der Wald als Retter in der Futternoth" auch im Jännerhefte 1864 der österreichischen Monatschrift für Forstwesen abgedrukt worden ist.
Nachdem ich 11 Jahre später von Sr. Exzellenz dem kommandirenden Generalen Freiherrn von Mollinary die Mission übernommen hatte, die Mittel zur Rettung des militärisch-kroatischen Karstes vorzuschlagen und ein Buch über das den österreichisch-ungarischen Karst betreffende Spezialwissen zu verfassen, unterzog ich das Futterlaubwesen einer noch weit gründlicheren Untersuchung, weil ich selbes als eines der Vornehmsten dieser Mittel betrachten musste. Die Resultate dieser ausgedehnten Studien sind in dem vom Agramer k. k. General-Kommando herausgegebenen Buche "Das Karstgebiet Militär-Kroaziens und seine Rettung, dann die Karstfrage überhaupt", und zwar in jener Abhandlung desselben niedergelegt, welche den Titel führt: "Unser heutiges Wissen vom Futterlaube und vom Futterlaubwalde".
Seitdem habe ich meine bezüglichen Kenntnisse abermals wesentlich, und auch durch neuerliche, bis auf das ganz junge Laub ausgedehnte Kostproben erweitert.
Se. Durchlaucht Fürst Johann Adolf Schwarzenberg, unser hochverehrter Grosser der Agrikultur, wie des Reiches hält das Futterlaubwesen, selbst hinsichtlich der Nicht-Karstländer, für so bedeutsam, und schenkte meiner Abhandlung so viel Beifall, dass er mich anging: leztere auf seine Kosten in einer neuen Separat-Auflage dem Publikum zugänglicher zu machen; ein für mich sehr ehrender, patriotischer Wunsch, dem ich im Interesse unserer Volkswirthschaft sofort nachkommen zu müssen glaubte.
Dies die Genesis des vorliegenden Büchleins, das man als eine, vorzügliche auf Oesterreich-Ungarn berechnete Monografie unseres heutigen Futterlaubwesens betrachten und freundlich entgegen nehmen wolle.

Wien, im Sommer 1877.

Josef Wessley


Wenn ich das richtig verstehe, müsste man den Text des Büchleins auch in einem militärischen Buche über die Karstfrage Kroatiens finden, welches man frei im Internet findet (Archive.org, wenn ich mich nicht täusche).

Hier noch das Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung S. 1
2. Tauglichkeit des Laubfutters für die verschiedenen Thierarten S. 2
3. Tauglichkeit des Laubfutters je nach der Baumart S. 8
4. Konsistenz und Geschmak der verschiedenen Baumblattarten S. 23
5. Heuwerth der Futterstoffe und des Baumlaubes S. 31
6. Chemismus des Baumlaubes im Vergleiche mit anderen Futtern S. 32
7. Ernährungsprozess der Hausthiere im Hinblike auf das Baumlaub S. 47
8. Futterlaub-Tauglichkeit nach dem Alter von Blatt und Baum S.52
9. Zucht des Futterlaub-Gehälzes S. 54
10. Werbung und Bewahrung des Futterlaubes S. 61
11. Lokales Futterlaubwesen S. 66
[small]Südtirol - Militär-kroatischer Karst - Österr. küstenländischer Karst - Deutschösterreichische Alpen - Ungarn - Österreichische Nordwestländer - Frankreich - Italien - Schweden[/small]
12. Maulbeerlaub mit vorzüglicher Rüksicht auf die Seidenzucht S. 77
13. Grösse des Blattertrages der Wälder S. 82
14. Kostenpreis des Laubfutters S. 85
15. Verfrachtung des Futterlaubes S.87
16. Verfütterungsweise S. 89
17. Futterlaub-Literatur S. 94
18. Schlussworte S. 95
_________________
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SaScha
Fellnase


Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 8
Wohnort: D - 74***

BeitragVerfasst am: 23.09.2021 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich es oben nicht übersehen habe, dann wurde dieser Artikel noch nicht erwähnt, der eben vglweise neueren Datums ist und doch auch sehr viele interessante Aspekte der Laub/Gehölzfütterung anspricht:

Gerold Rahmann: Gehölzfutter – eine neue Quelle für die ökologische Tierernährung (2004)
Kostenloser Download zB über https://orgprints.org/id/eprint/8735/ .

Er widmet sich dem Thema erfreulich umfassend,
zeigt mögliche Werte für einen sinnvollen Anteil von Laub und jungen Trieben am Gesamtfutter für verschiedene Tiere (mit Hinweis auf abnehmende Fütterbarkeit/Verwertbarkeit des älteren Laubs),
bespricht kurz die Besonderheit der Verdauungssysteme einiger Pflanzenfresser
und listet vor allem auch die Mineralien und Spurenelemente sowie Nährstoffgehalte (einfach nach Weender) vieler Laubarten auf.
Ich hatte ihn eigentlich bei meiner Suche nach Auflistungen des Ligningehalts der Blätter verschiedener Laubbäume gefunden. Diese weist er leider nicht aus (eben nur einfach „Rohfaser“).

Ein Grund, warum ich früher schon einige Male bei diesem Forenbeitrag hier gelandet bin, war die Suche nach Argumenten für eine ausgewogenere Ernährung, wenn jemand seine Degus überwiegend mit Laub zu ernähren gedachte (oder das längst tat).

Ein trauriger Anlass war vor 1-2 Jahren eine Halterin, deren Tierärztin ihr zu einer weitestgehenden Laubfütterung geraten hatte, da sie der Meinung war, dies verhindere ein ausgeprägtes Weißpinkeln /Belastung der Nieren durch einen zu hohen Mineraliengehalt. Was natürlich nicht stimmt, wenn man die Calciumwerte vieler Laubarten ansieht!

Der Degu hatte zu dem Zeitpunkt brüchige Knochen und dieser Bruch/Brüche heilten sehr schlecht bzw es kamen beim Behandeln neue hinzu. Das war damals der Anlass für die Frage nach der Fütterung. Leider wurde dem TA mehr vertraut als meinem Rat, hier besser ausgewogen mit einem höheren Kräuter+Blüten-anteil zur Selektion, viel Frischfutter und einer UV B Lampe zu arbeiten.

Eine richtig belegbare Argumentation, warum eine solch ausgedehnte Laubfütterung ungeeignet ist (einige Halter liebäugelten damit, da Blättermischungen weit günstiger sind als die Pflanzenmixe....) hatte ich all die Zeit aber nicht. Die Mineralien waren es ja nun nicht und auch sonst bietet das Laub so einiges, wenn es nicht zu alt und damit komplett verholzt ist.


Zuletzt bearbeitet von SaScha am 24.09.2021 00:26, insgesamt einmal bearbeitet
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SaScha
Fellnase


Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 8
Wohnort: D - 74***

BeitragVerfasst am: 23.09.2021 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Andreas hat mir hier Anfang September in seinem Facebookauftritt für Kaninchen-würden-Wiese-kaufen ein wichtiges Puzzelstück mit Hinweisen auf eine Studie bzw. seinen kommenden Artikel in der Kleintiernews geliefert. (Link gekürzt, wer FB hat: https://t1p.de/s3w1 - dazu passend seine 2 Beiträge an den folgenden Tagen https://t1p.de/95k4 https://t1p.de/wkot ):

dass eventuell ein zu hoher Ligninanteil bei dem oben erwähnten Tier zu Schädigungen der Darmschleimhaut und deshalb Resorptionsstörungen und einem insgesamt suboptimalen AZ geführt hatten.

Den Kleintiernewsartikel selber habe ich nicht lesen können. Von den Hinweisen auf FB her muss es sich mindestens auf diesen Artikel gründen: Effect of different components of dietary fiber on the intestinal morphology of domestic rabbits (CHiou et al 1994) . . Andreas erläutert auf FB den Zusammenhang noch entsprechend für die Kaninchenfütterung.

In den beiden obigen Quellen sieht man, dass es eben die erweiterten Weender Analyse braucht, um den Wert Rohfaser aussagekräftig aufzuspalten - denn so wichtig ein ausreichender Anteil davon für die Darmgesundheit und -peristaltik für Kaninchen (und andere) ist, so führt ein Übermaß gerade des komplett unverdaulichen Lignins zu massiven Schädigungen der Darmschleimhaut. (Allerdings führt auch ein einseitiges, gezieltes Zufüttern anderer Komponenten, wie Pektin, Cellulose oder der Pflanze Luzerne zu Problemen: nämlich dann der Gärkammer/Blinddarmschleimhaut)

Abstract der Studie übersetzt :
Zitat:
In einem Versuch wurde die Wirkung von Ballaststoffkomponenten (Cellulose, Pektin, Lignin und Luzerne) auf die Leistung und die Darmstruktur von Hauskaninchen untersucht. Die verschiedenen Faserkomponenten beeinflussten die Zottenhöhe und die Dicke der Muskelschicht im Jejunum und Kolon sowie die Tiefe der Krypten im Duodenum und Ileum. Eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigte eine signifikante Schädigung der Zottenoberfläche im Duodenum und Jejunum durch die Ligninsupplementierung; sie zeigte auch eine signifikante Schädigung der Zäkumschleimhaut durch die Supplementierung von Zellulose, Pektin und Luzerne.


Langer Rede kurzer Sinn:
Dieser Zusammenhang gehört mE auch unter diesen Beitrag, damit klar wird, dass die Fütterung von Laub stets besser stets nur ein gewisser Anteil zur Selektion in einer ausgewogenen Gesamtfütterung sein sollte. Und keine Komplettfütterung sein sollte - auch wenn früher im Winter oder in Notzeiten Tiere damit auch vermehrt gefüttert wurden.
Leider liegen hierfür keine entsprechenden Darmuntersuchungen vor - oder der Hinweis, inwieweit eine entsprechende Schädigung nach einer längeren Zeit extremer Laubfütterung nicht doch auch durch Darmerkrankungen wie Durchfälle etc erkennbar war. Und sich dann im Frühjahr wieder erholt hat.
Auch ist Laub nicht gleich Laub (was das Alter, der Lignin-/bzw insg Zellgerüstanteil und den Nährstoff- und Mineraliengehalt betriftt. Und natrülich auch die sekundären Pflanzenstoffe....).

Die obige Studie wurde mit Kaninchen durchgeführt . Sehr interessant wäre es jetzt natürlich für uns Deguhalter, ob es hier Unterschiede bei der optimalen bzw gut verträglichen Laubmenge für Degus gibt. Sind sie ursprünglich doch zu vielen Zeiten noch weit mehr auf Laub, Nadeln, Rinden angewiesen (und können wie man hier nach Minute 14 sieht, ja durchaus etwas klettern, im Gegensatz zum Kaninchen https://youtu.be/SrtV6H9hrhY )

Aber ich denke, genaue Werte bringen uns hier auch nicht weiter als vielmehr das Folgende im HInterkopf zu behalten:
1.) alle Pflanzen verholzen mit dem Wachstum und damit wächst der unverdauliche Anteil/Ligninanteil. Laub und Äste sind jung und zart am leckersten und nur dann wirklich ein guter Beitrag zur Ernährung. Sonst sind sie eher nur Knabberbeschäftigung.
2.) Dass wir (Degus - bei Kaninchen halte ich mich raus) weiterhin mit vielen verschiednenen nicht zu stängeligen sondern blattreichen Unkräutern/Pflanzen , einem kleinen Teil Blüten, blattreichem Gras und auch einem gewissen Anteil weicheren/zarteren Baum-Blättern füttern und es zulassen, dass sie selektieren (also einfach immer ein gewisser Teil übrig bleibt und zu Streu wird, egal ob frisches oder trockenes Futter) und Heu genauso nur als Zusatzangebot ansehen. Sie suchen sich dann schon gezielt das nährstoffreiche, zartere aus und ziehen es aus dem Stapel und die Stängel bleiben eben liegen - und manhcmal stürzt man sich aber auch ganz gierig die junge Rinde einer Weide oder die Blätter eines Apfelbaums.
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Andreas
Kaninchen würden Wiese kaufen


Anmeldungsdatum: 27.02.2009
Beiträge: 1239

BeitragVerfasst am: 29.09.2021 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

auf Grund Deiner Kommentare in FB und dieses Beitrages habe ich mich jetzt kurz über die Nahrung wildlebender Degus informiert. Als Quelle dienten mir Meserve, 1981 und Meserve & Martin, 1983. Außerdem noch ein Beitrag von Gutiérrez & Bozinovic, 1998. Ich hoffe mal, dass diese in der Deguszene akzeptiert sind.

Es gibt Parallelen zur Nahrung von Wildkaninchen, die sich verständlicherweise durch verfügbare Arten und Saisonalität unterscheiden (Wildkaninchen=Europa; Degus=Südamerika) sowie durch Besonderheiten in der Physiologie der Tiere.

Kaninchen separieren ihre Nahrung im Blinddarm und nehmen nur den Blinddarmkot auf (Caecotrophie), während Degus den Hartkot aufnehmen (Koprophragie). Der Blinddarmkot der Kaninchen ist reich an Fettsäuren, die auch der Energiegewinnung dienen, während der Hartkot diese nicht im entsprechenden Maß enthält. Zahlen habe ich nur für Kaninchen, für Degus könnte man solche vielleicht finden. Das heißt, das würde z. B. die Unterschiede in der Aufnahme von Samen erklären: laut Meserve, 1981 betrug der Anteil an der Gesamtnahrung bei Degus in der nahrungsarmen Zeit 23,4% . Zum Vergleich: Wildkaninchen nehmen bei schlechter Versorgung max. 8% Samen auf (Homolka, 1988)

Andererseits nehmen Degus selbst in kargen Zeiten nur relativ wenig rohfaserreiche Nahrung auf: „Otherwise, between July and November, consumption of shrub foliage and woody tissue never exceeded 12.8% “ (Meserve & Martin,1983).

Gutiérrez & Bozinovic, 1998 lieferten noch ein weiteres Puzzleteil: „In this study we found that degus minimized fibre ingestion and showed pronounced preferences for low fibre–high nitrogen food.“ Außerdem war ich ganz erstaunt, als ich den NDF-Gehalt der beliebtesten Nahrung (Baccharis paniculata) von Degus in dieser Arbeit fand: 369 g/kg TS. Weißt Du, was für ein Kaninchenfutter empfohlen wird? 370 g/kg TS. (NDF = Lignin+Cellulose+Hemicellulose).

Wenn man das zusammenfasst, ergibt sich aus meiner Sicht folgendes Bild:
• Beide Tierarten (Degus, Kaninchen) fressen bevorzugt rohfaserarme, proteinreiche Nahrung
• Die Versorgung damit wird hauptsächlich durch das Fressen von Blättern frischer, grüner Gräser und Kräuter erreicht
• Nehmen diese Quellen ab, wird auf rohfaserreichere Blätter und auf Holz/Rinde ausgewichen – aber nur bis zu einem gewissen, maximalen Teil (Degus 12,8% )
• Das entstehende Energiedefizit wird durch Samen ausgeglichen, bei Degus bis zu einem Anteil von 23,4%, bei Kaninchen weniger (8% )
• Der Grund liegt im Unterschied zwischen der Nutzung des energiereichen Blinddarmkots beim Kaninchen und dem weniger energiereichen Hartkot bei Degus, der wieder aufgenommen wird
• Degus können den Harn offenbar besser konzentrieren, um einen Flüssigkeitsverlust zu vermeiden, als Kaninchen (im Moment ohne Quelle)

mfG,
Andreas

Edit: Das wichtigste vergessen: Degus scheinen also ebenso wie Kaninchen eine übermäßige "Rohfaser"-Aufnahme bzw. Lignin zu vermeiden, indem sie auf Alternativen zurückgreifen, die aus Samen bestehen.

Quellen:
De Blas, C., & Mateos, G. G. 2010. Feed Formulation. In: De Blas und J. Wiseman. Nutrition of the Rabbit. CAB International, 2010.Nutrition of the rabbit, p 229. ISBN: 978-1-84593-669-3

Gutiérrez, J. R., & Bozinovic, F. (1998). Diet selection in captivity by a generalist herbivorous rodent (Octodon degus) from the Chilean coastal desert. Journal of Arid Environments, 39(4), 601-607

Homolka, M. 1988. Diet of the wild rabbit (Oryctolagus cuniculus) in an agrocenosis. Folia Zoologica. 1988, 37(2), S. 121-128

Meserve, P. L. (1981). Trophic relationships among small mammals in a Chilean semiarid thorn scrub community. Journal of Mammalogy, 62(2), 304-314

Meserve, P. L., & Martin, R. E. (1983). Feeding ecology of two Chilean caviomorphs in a central Mediterranean savanna. Journal of Mammalogy, 64(2), 322-325


Otherwise, between July and November, consumption of shrub foliage and woody tissue never exceeded 12.8%
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Andreas
Kaninchen würden Wiese kaufen


Anmeldungsdatum: 27.02.2009
Beiträge: 1239

BeitragVerfasst am: 29.09.2021 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Noch mal neugierig zurückgefragt: wieso sollen Degus (viel) Laub fressen? Das geben doch solche Untersuchungsergebnisse gar nicht her?
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Andreas
Kaninchen würden Wiese kaufen


Anmeldungsdatum: 27.02.2009
Beiträge: 1239

BeitragVerfasst am: 30.09.2021 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

Noch ein Nachtrag zu meinem Post von gestern: bei Kaninchen beträgt der Anteil von pflanzlichen Holzteilen in der Nahrung bis zu 25%. Ermittelt wurde das von Homolka, 1988 bei Wildkaninchen, die am Rande eines Waldes leben. Bei Wildkaninchen, die in einer Kulturlandschaft lebten, war dieser Anteil deutlich niedriger, nämlich max. nur 15% (jeweils in den Monaten Jan/Dez.).

Das ist für mich ein Zeichen, dass Kaninchen mit einer nährstoff- und energiearmen Nahrung deutlich besser zurechtkommen, als Degus. Ein Grund ist der verhältnismäßig größere Energieverlust über die Körperoberfläche bei Degus im Vergleich zu Kaninchen, ein weiterer die bereits erwähnte bessere Ausnutzung des speziellen Blinddarmkotes bei Kaninchen gegenüber der des Hartkotes bei Degus.

Kleibers Gesetz findest Du entweder in Fachbüchern oder kurz erklärt auf Wikipedia. Ich versuche es immer so zu erklären: die Körpermasse bzw. das Volumen nimmt bezüglich wachsender Körpergröße mit der dritten Potenz zu, während die Körperoberfläche (über die der Wärmeverlust stattfindet) nur in der zweiten Potenz zunimmt. Das heißt, mit zunehmender Körpergröße bleibt die Vergrößerung der Körperoberfläche hinter der zunehmenden Masse zurück. Daraus folgt, dass bei größeren Tieren der Wärmeverlust über die Körperoberfläche geringer ist, als bei kleineren Tieren.

Sowohl Degus als auch Kaninchen sind Herbivore, aber im Vergleich ist ein Degu im Vergleich gezwungen, mehr Energie aufzunehmen als ein Kaninchen, weil seine Körperoberfläche – bezogen auf die Körpermasse – größer ist und somit auch der Wärmeverlust. Beide Tiere fressen mehr energiehaltige Nahrung bei Mangel, aber weil das Kaninchen mehr zusätzliche Energie aus dem Blinddarmkot als der Degu aus dem Hartkot beziehen kann, ist der Anteil der Samen in der Nahrung des Degus höher als beim Kaninchen, während der Anteil von Holz/Rinde/altes Laub beim Degu niedriger als beim Kaninchen ist.

Der Körper setzt Prioritäten: aus den Nähr-/Wirkstoffen in der Nahrung wird zuerst der Energiebedarf gedeckt, dann folgt das Immunsystem. Der „Rest“ geht dann in die Erhaltung und Fortpflanzung.

Soweit zu einem sehr kurzen Vergleich von Kaninchen und Degu. Vielleicht melden sich ja noch die Degu-Spezialisten zumindest zum Degu hier im Forum zu dem Thema. Ich bin dann mal wieder wech … Smile

mfG,
Andreas

Weiterführende Literatur:
Becker, M.; Nehring, K. 1965. Handbuch der Futtermittel. Bd. 2. Laub- und Reisigfutterstoffe - Stroh, Spreu und Schalen - Futterstoffe aus Holz und Cellulose - Körnerfrüchte, Samenkörner und sonstige Früchte - Rückstände bei der Gewinnung pflanzlicher Öle und Fette. Hamburg, Berlin : Parey

Kleiber, M. 1947. Body size and metabolic rate. Physiological Reviews. 1947, Bd. 27, 4, S. 511-541

Homolka, M. 1985. Die Nahrung einer Population des Wildkaninchens (Oryctolagus Cuniculus) auf dem Böhmisch-Mährischen Höhenzug. Folia Zoologica. 1985, 34/4, S. 303-314.

Homolka, M. 1988. Diet of the wild rabbit (Oryctolagus cuniculus) in an agrocenosis. Folia Zoologica. 1988, 37(2), S. 121-128

Nehring, K. und Hoffmann, B. 1971. Untersuchungen zur Weiterentwicklung der Futtermittelanalyse. 3. Mitteilung: Die Zusammensetzung und Verdaulichkeit der Kohlenhydratfraktion in den Futtermitteln. Arch. Tierernährung. 1971, Bd. 21, 4, S. 317-366.

Nehring, K., und Schütte, J. 1951. Über die Zusammensetzung und den Futterwert von Laub und Reisig. Archiv für Tierernährung, 1(1-6), 151-176
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8463
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 04.10.2021 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

SaScha hat Folgendes geschrieben:

Wenn ich es oben nicht übersehen habe, dann wurde dieser Artikel noch nicht erwähnt, der eben vglweise neueren Datums ist und doch auch sehr viele interessante Aspekte der Laub/Gehölzfütterung anspricht:

Nein den haben wir noch nicht. Wir haben hier aber auch erst an der Oberfläche des Themas gekratzt.
Was ich noch sagen möchte, was auch gerne vergessen geht, in den Büchern über die Laubnutzung früher, da kann man auch lesen, dass das Laub oft durch Fermentation oder andere chemische Prozesse für die Tiere leichter verdaubar gemacht werden musste. Es ist nicht das Super-Duper Futter, sondern eine Ergänzung zur Wiese und eben auch ein Futter für den Winter und für Notzeiten, also eine Nahrungsquelle, die für mehr Resilienz früher in der Tierernährung führte und die eine der vielen Nutzungsarten des Waldes, der Hecken, Schneitelbäume und anderem Gehölz waren.

Zitat:

Er widmet sich dem Thema erfreulich umfassend,
zeigt mögliche Werte für einen sinnvollen Anteil von Laub und jungen Trieben am Gesamtfutter für verschiedene Tiere (mit Hinweis auf abnehmende Fütterbarkeit/Verwertbarkeit des älteren Laubs),
bespricht kurz die Besonderheit der Verdauungssysteme einiger Pflanzenfresser
und listet vor allem auch die Mineralien und Spurenelemente sowie Nährstoffgehalte (einfach nach Weender) vieler Laubarten auf.
Ich hatte ihn eigentlich bei meiner Suche nach Auflistungen des Ligningehalts der Blätter verschiedener Laubbäume gefunden. Diese weist er leider nicht aus (eben nur einfach „Rohfaser“).

Ja, dass junges Laub mehr Nährstoffe hat und in der Regel besser verdaulich ist, das ist bekannt. Wir hatten hier im Forum auch schon den Begriff "Triebspitzenselektion", der eben genau diesen Effekt beschreibt. Die Tiere selektieren nach den nährstoffreichsten Pflanzenteile und vermeiden wenn möglich faserreiche Pflanzenteile.

Zitat:

Ein Grund, warum ich früher schon einige Male bei diesem Forenbeitrag hier gelandet bin, war die Suche nach Argumenten für eine ausgewogenere Ernährung, wenn jemand seine Degus überwiegend mit Laub zu ernähren gedachte (oder das längst tat).

Ja das ist nicht ausgewogen, noch halte ich eine solche Ernährung für sinnvoll. Argumente hat Andreas ja schon angeführt. Im Wesentlichen selektieren eben auch Degus auf nährstoffreiche Nahrung und sie fressen deutlich mehr Sämereien als zahlreiche andere Kleinsäuger wie Meerschweinchen, Chinchillas und selbst Kaninchen. Der Anteil an Sämereien beträgt im Jahresschnitt gemäss verschiedenen Studien von Meserve etwa 25%, wobei er saisonal bis zu 60% der Nahrung ausmachen kann, aber auch auf unter 5% sinken kann. Das alles wird mit einer Laublastigen Nahrung ja nicht berücksichtigt.
Laub ist gut zur Ergänzung zu Wiese, Kräuter, Gräser und eben Saaten.

Zitat:

Der Degu hatte zu dem Zeitpunkt brüchige Knochen und dieser Bruch/Brüche heilten sehr schlecht bzw es kamen beim Behandeln neue hinzu. Das war damals der Anlass für die Frage nach der Fütterung. Leider wurde dem TA mehr vertraut als meinem Rat, hier besser ausgewogen mit einem höheren Kräuter+Blüten-anteil zur Selektion, viel Frischfutter und einer UV B Lampe zu arbeiten.

Die Bedeutung des UV Lichtes wird meines Erachtens immer noch unterschätzt. Dieser ist nicht nur für die Tiere wichtig, sondern auch für die Pflanzen selbst. Wobei das ist wieder ein Thema für sich. Das wäre sicher auch interessant zu beleuchten.

Zitat:

Eine richtig belegbare Argumentation, warum eine solch ausgedehnte Laubfütterung ungeeignet ist (einige Halter liebäugelten damit, da Blättermischungen weit günstiger sind als die Pflanzenmixe....) hatte ich all die Zeit aber nicht. Die Mineralien waren es ja nun nicht und auch sonst bietet das Laub so einiges, wenn es nicht zu alt und damit komplett verholzt ist.

Der wirtschaftliche Aspekt von Laubfutter erstaunt mich nicht. Er ist ja auch bestechend. Aber ich denke, es sollte eigentlich einleuchten, wenn wir uns hauptsächlich von Büchsenpasta oder von Süssigkeiten ernähren würden, weil es günstig ist, dass das keine gesunde Ernährung sein kann.

Andreas hat Folgendes geschrieben:

auf Grund Deiner Kommentare in FB und dieses Beitrages habe ich mich jetzt kurz über die Nahrung wildlebender Degus informiert. Als Quelle dienten mir Meserve, 1981 und Meserve & Martin, 1983. Außerdem noch ein Beitrag von Gutiérrez & Bozinovic, 1998. Ich hoffe mal, dass diese in der Deguszene akzeptiert sind.

Ich habe mich auch auf diese Quellen gestützt. Aus meiner Sicht ist das eine solide Grundlage.
Ergänzen würde ich vielleicht noch Bozinovic 1995 und 1997.

Zitat:

Kaninchen separieren ihre Nahrung im Blinddarm und nehmen nur den Blinddarmkot auf (Caecotrophie), während Degus den Hartkot aufnehmen (Koprophragie). Der Blinddarmkot der Kaninchen ist reich an Fettsäuren, die auch der Energiegewinnung dienen, während der Hartkot diese nicht im entsprechenden Maß enthält. Zahlen habe ich nur für Kaninchen, für Degus könnte man solche vielleicht finden. Das heißt, das würde z. B. die Unterschiede in der Aufnahme von Samen erklären: laut Meserve, 1981 betrug der Anteil an der Gesamtnahrung bei Degus in der nahrungsarmen Zeit 23,4% . Zum Vergleich: Wildkaninchen nehmen bei schlechter Versorgung max. 8% Samen auf (Homolka, 1988)

Aus dem Kopf, es gibt Literatur zum Degu, und zwar zum Kotfressen selbst gab es was von Kenagy (Kenagy et al. 1999) und zum Separierungsmechanismus im Dickdarm hat Ei Sakaguchi etwas publiziert (Sakaguchi & Ohmura 1992).
Ebenfalls aus dem Kopf, Degus sollen zwei verschiedene Kotsorten produzieren, die sich optisch/äusserlich nicht unterscheiden. Vermutlich findet man aber zu Degus direkt nichts, aber andere Nagetiere, wie Chinchillas. Hirakawa (2001) schreibt dazu:
Zitat:

The Chinchilla (Chinchilla lanigera) (body weight: 0.36-0.48 kg) feeds in the night and reingests during the daytime like leporids. About 50 % of the daily faeces are thus reingested. Daytime faeces contain significantly more nitrogen that night-time faeces (Björnhag & Sjöblom, 1977; Holtenius & Björnhag, 1985). However, they are not mutually distinguishable (Björnhag, 1981b). The separation mechanism is probably at the proximal colon because of its structural similarity to that the Guinea pig (Holtenius & Björnhag, 1985).


Bei den Meerschweinchen sieht man den Unterschied, da die Blinddarmköttel einen etwas schleimigen Überzug haben und auch leicht anders aussehen.

Zitat:

Andererseits nehmen Degus selbst in kargen Zeiten nur relativ wenig rohfaserreiche Nahrung auf: „Otherwise, between July and November, consumption of shrub foliage and woody tissue never exceeded 12.8% “ (Meserve & Martin,1983).

Danke. Das ist ein wichtiger Aspekt der selbst noch zu meinen Deguzeiten nur allzuoft gerne von den Deguhaltern ignoriert wurde. Man hielt sich lieber an die "äusserst karge Ernährung", die eben aus Heu bestehen solle, wie es überall gebetsmühlenartig und kopflos einander abgeschrieben wurde. Dass der Anteil der Sämereien saisonal teilweise mehr als 50% der Nahrung ausmachen würde, wurde jeweils nicht gerne gehört.

Zitat:

Wenn man das zusammenfasst, ergibt sich aus meiner Sicht folgendes Bild:
• Beide Tierarten (Degus, Kaninchen) fressen bevorzugt rohfaserarme, proteinreiche Nahrung
• Die Versorgung damit wird hauptsächlich durch das Fressen von Blättern frischer, grüner Gräser und Kräuter erreicht
• Nehmen diese Quellen ab, wird auf rohfaserreichere Blätter und auf Holz/Rinde ausgewichen – aber nur bis zu einem gewissen, maximalen Teil (Degus 12,8% )
• Das entstehende Energiedefizit wird durch Samen ausgeglichen, bei Degus bis zu einem Anteil von 23,4%, bei Kaninchen weniger (8% )
• Der Grund liegt im Unterschied zwischen der Nutzung des energiereichen Blinddarmkots beim Kaninchen und dem weniger energiereichen Hartkot bei Degus, der wieder aufgenommen wird
• Degus können den Harn offenbar besser konzentrieren, um einen Flüssigkeitsverlust zu vermeiden, als Kaninchen (im Moment ohne Quelle)

Im grossen und ganzen trifft es das ziemlich gut. Eine Ergänzung habe ich allerdings noch. Die Degus können bei schlechter Nahrungslage ihren Metabolismus (Basal Metabolism Rate) zurückfahren und dadurch Energie sparen.
Bei der Nutzung des Blinddarmkots würde ich zudem ein Fragezeichen hinzufügen, da hier nicht ganz klar ist, ob es beim Degu ebenfalls zwei verschiedene Sorten von Kot gibt und nur eine davon gefressen wird. Es gibt zumindest Indizien, die dafür sprechen, dass dies auch bei Degus so ist.

Zitat:

Edit: Das wichtigste vergessen: Degus scheinen also ebenso wie Kaninchen eine übermäßige "Rohfaser"-Aufnahme bzw. Lignin zu vermeiden, indem sie auf Alternativen zurückgreifen, die aus Samen bestehen.

Exakt. Das wurde auch jeweils nur ungern gehört.

Zitat:

Noch mal neugierig zurückgefragt: wieso sollen Degus (viel) Laub fressen? Das geben doch solche Untersuchungsergebnisse gar nicht her?

Das sehe ich auch so. Ich vermute, dass das ebenfalls auf den Heumyth und den Mythos mit der kargen Nahrung und dass Degus in Wüstengebieten leben würden, wo eben es nur getrocknete Nahrung gäbe (was natürlich Unsinn ist). Laub hat einen guten Ruf, dass es gesund wäre, beispielsweise bei Vieh soll es ihre Gesundheit verbessern, wenn sie einen Teil ihrer Nahrung damit decken, aber auch das Vieh frisst nur einen Teil Laub und nicht überwiegend Laub. Zudem haben Kühe und Co. eine komplexere und vermutlich bessere Verdauung und letztlich sind Kühe keine Degus.


Literatur

Bozinovic, F. (1995): Nutritional energetics and digestive responses of an herbivorous rodent (Octodon degus) to different levels of dietary fiber. Journal of Mammalogy 76: 627-637.

Bozinovic, F. (1997): Feeding and digesting fiber and tannins by an herbivorous rodent, Octodon degus (Rodentia: Caviomorpha). Comperative Biochemistry and Physiology A 118: 625-630.

Hirakawa, H. (2001): Coprophagy in leporids and other mammalian herbivores. Mammal Review 31: 61-80.

Kenagy, G.J. Veloso, C. Bozinovic, F. (1999): Daily rhythms of food intake and feces reingestion in the degu, an herbivorous Chilean rodent: optimizing digestion through coprophagy. Physiological and Biochemical Zoology 72: 78-86.

Sakaguchi, E. Ohmura, S. (1992): Fibre digestion and digesta retention time in guinea-pigs (Cavia porcellus), degus (Octodon degus) and leaf-eared mice (Phyllotis darwini). CBP
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Andreas
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Anmeldungsdatum: 27.02.2009
Beiträge: 1239

BeitragVerfasst am: 07.10.2021 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo David,

danke für Deine Antwort.

Ich habe mich jetzt mal nur auf den Kot konzentriert, weil der ja maßgeblich bei Herbivoren mit einer "Dickdarmverdauung" ist. Für Kaninchen hatte ich die Kotzusammensetzung bereits, die für Degus habe ich bisher nur in der Dissertation von Hommel, 2012 gefunden. Ich habe aus den Werten der verschiedenen Quellen die Verdauliche Energie DE nach GfE, 2014 errechnet und sie in einem Diagramm zusammengefügt.

Die zwei linken, grauen Balken stammen aus Werten von Fekete, 1993: Blinddarmkot 18,0 und Hartkot 15,1 MJ/kg TS. Die blauen Balken sind die Werte für verschiedene Futtermittelzusammensetzungen, wobei "Degu 100" ein handelsübliches Trockenfutter darstellt. Die rote Linie ist der Mittelwert aus diesen und liegt bei exakt 15,0 MJ/kg TS. Daneben sind die Werte für Kaninchen, die von Hommel mituntersucht wurden. Gleiche Futtermittel wie beim Degu, "Kaninchen 100" ist das Trockenfutter. Die rote Linie des Mittelwertes liegt ebenfalls exakt bei 15,0 MJ/kg TS.

Das heißt, die Werte für die Verdauliche Energie DE des Hartkots bei Degu und Kaninchen sind vergleichbar. Der Blinddarmkot des Kaninchen liegt mit 18 MJ/kg TS deutlich darüber.



Wie schon erwähnt, lassen sich allein daraus einige Fakten ableiten und aus meiner Sicht bestimmte Unterschiede der Tierarten erklären, so z. B. auch, warum Degus nur selten 2 Würfe im Jahr aufziehen, Kaninchen dagegen im Schnitt 3.

Quellen:
Fekete, S. 1991. Neuere Erkenntnisse zur Verdauungsphysiologie des Kaninchens. Übers. Tierernährg. 1991, 19, S. 1-22

GfE. 2014. Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Pferden. DLG-Verlag, 2014. ISBN 978-3-7690-0805-0

Hommel, D. 2012. Untersuchungen an Degus (Octodon degus) zur Futter-und Wasseraufnahme sowie zur Verdaulichkeit von Nährstoffen bei Angebot unterschiedlicher Futtermittel (Dissertation)
https://elib.tiho-hannover.de/servlets/MCRFileNodeServlet/etd_derivate_00000886/hommeld_ws12.pdf[/img]
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Andreas
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Anmeldungsdatum: 27.02.2009
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BeitragVerfasst am: 07.10.2021 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ergänzung

Die Reduzierung des Stoffwechsels liegt beim Kaninchen bei ca. 30% und ist wohl eine saisonale Folge der Verfügbarkeit von Nahrung. In kargen Zeiten finden keine Reproduktion und Rangordnungskämpfe mehr statt - die Tiere sind fast ausschließlich nur noch mit der Nahrungssuche (Erhaltung) beschäftigt.

mfG,
Andreas
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8463
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BeitragVerfasst am: 08.10.2021 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andreas,

danke für deine Ergänzungen.
Ich stehe ehrlich gesagt noch an bei der Frage nach zwei verschiedenen Sorten von Blinddarm- und Hartkot. Bei Degus soll es das ja offenbar laut Literatur nicht geben. Andererseits haben die Kaninchen einen Trennungsmechanismus im Dickdarm und bei den Nagetieren, insbesondere bei den Caviomorphen gibt es auch einen, der aber anders funktioniert, mit einer mit Schleim gefüllten Furche:

Zitat:

The effects of the CSM are similar amongst the species studied, however, the efficiency of the CSM differs between individual species independent of the order/suborders to which they belong. The anatomy of the caecum and proximal colon is similar within the lagomorph order, but different compared to the rodents. It is more or less similar within each of the rodent suborders but differs between suborders. The mode of trapping and returning micro-organism is similar in myomorph and caviomorph rodents but different compared to the lagomorph species.

Quelle: Björnhag & Snipes (1999): Colonic Separation Mechanism in Lagomorph and Rodent Species — a Comparison. Zoosystematics and Evolution 75(2): 275-281. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/mmnz.19990750208

Da ich zur Zeit in den Ferien bin, habe ich die Literatur nicht griffbereit und es ist jetzt auch schon wieder viele Jahre her, seit ich mich das letzte Mal so richtig intensiv damit auseinandergesetzt hatte.


Zitat:

Wie schon erwähnt, lassen sich allein daraus einige Fakten ableiten und aus meiner Sicht bestimmte Unterschiede der Tierarten erklären, so z. B. auch, warum Degus nur selten 2 Würfe im Jahr aufziehen, Kaninchen dagegen im Schnitt 3.

Das würde tatsächlich dafür sprechen, dass im fehlenden Blinddarmkot der Unterschied liegen könnte.
Weisst du ob in Chile die Kaninchen auch mehr als 2 Würfe im Jahr haben? Es gibt ja Studien, die zeigen, dass Kaninchen und Degus im gleichen Lebensraum vorkommen. Fuentes und Kollegen hatten dazu in den 1980er Jahre ein paar Studien veröffentlicht (u.a. Fuentes et al. 1983). Wenn ich mich nicht täusche sollen Degus in Menschenobhut auch mehr als 2 Würfe bekommen. Aber ich kenne da die Reproduktionsdaten zu wenig gut.
Wobei da gibt es noch einen entscheidenden Unterschied, der sicher auch eine Rolle spielt: die Degus sind im Gegensatz zu den Nestflüchter und haben deshalb eine recht lange Tragzeit. Die Kaninchen dagegen können natürlich Energie sparen, indem sie ihre Jungtiere früher zur Welt bringen. Und durch die grössere Grösse der Kaninchen haben sie einen weiteren Vorteil, dass sich bei ihnen die Effizienz steigert, da die Oberfläche im Vergleich zum Körpervolumen sinkt.

Was mich noch interessieren würde, woher hast du die Daten von Hommel in deiner Grafik? Ich hatte die Dissertation mal grob durchgescant und da hat sie die Verdaulichkeit angegeben, die generell bei den Degus bei Rohfaser höher war und beim Rohprotein war es etwas widersprüchlich: Degus schnitten zwar bei geringem Rohfasergehalt und sehr hohem Rohfasergehalt leicht besser ab, nur bei einem Rohfasergehalt bei ca. 20% (Luzernepellets, 75 LP) waren die Kaninchen den Degus überlegen (Hommel S. 80ff). Die Grafik in der Diskussion auf S. 114 zeigt ein ähnliches Bild. Hommel schreibt dort zudem:
Zitat:

Die signifikanten Unterschiede in der Rfa-Verdaulichkeit zwischen Degus und Kaninchen sind vermutlich auch damit zu erklären, dass die Koprophagie in den Verdauungsversuchen nicht verhindert wurden und somit die unterschiedlichen Verdauungsstrategien von Degu und Kaninchen zum Tragen kommen konnten.

Quelle: Hommel, S. 115

Da frage ich mich, wie aussagekräftig sind dann diese Daten, wenn nicht nach den gleichen Methoden die Daten erhoben wurden?

Das grösste Puzzleteil, das mir momentan fehlt, ist der Zugang zu den besagten Studien, unter anderem aber auch zu den Details des Trennmechanismus bei den Nagetieren, wie dieser im Detail funktioniert und ob der tatsächlich nicht in zwei unterschiedlichen Kotsorten resultiert. Ich hatte damals leider mich auf die Kaninchen konzentriert, wie ihr Mechanismus im Detail funktioniert.
Und was das Kot-Thema angeht, habe ich nach wie vor das Gefühl, dass die Datenlage bei den Degus im Speziellen (und etwas weniger stark ausgeprägt bei den Nagetieren allgemein) deutlich schlechter ist als bei den Kaninchen.

Literatur:
Fuentes, E.R. Jaksić, F.M. Simonetti, J.A. (1983): European rabbits versus native rodents in Central Chile: effects on shrub seedlings. Oecologia 58: 411-414.
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Andreas
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Anmeldungsdatum: 27.02.2009
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BeitragVerfasst am: 09.10.2021 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo David,

David hat Folgendes geschrieben:
Ebenfalls aus dem Kopf, Degus sollen zwei verschiedene Kotsorten produzieren, die sich optisch/äusserlich nicht unterscheiden. Vermutlich findet man aber zu Degus direkt nichts, aber andere Nagetiere, wie Chinchillas.

Das war noch aus einem vorherigen Beitrag von Dir, was ich vergessen hatte. Dazu habe ich folgendes gefunden:
Kenagy et al., 1999 hat Folgendes geschrieben:
We found that reingestion of feces (coprophagy) amounted to a substantial component of total daily ingestion in the degus, which were all maintaining body mass and energy balance under the different imposed temporal regimes of food availability. We initially discovered the use of coprophagy through direct observations of the behavior viewed from beneath the animals with a mirror. Degus took individual fecal pellets, only one at a time, directly from the anus into the mouth by flexing the trunk and placing the mouth near the anus and without assistance from the hands. Each reingestion event was accomplished, beginning from a standing posture, within about 1s. On occasion, a fecal pellet was grasped by the hands and examined and tested in the mouth, then either fed into the mouth or rejected. Each pellet was chewed for the better part of a minute before being swallowed.

Degus prüfen also den Hartkot, bevor sie den geeigneten auswählen und fressen. Deshalb würde ich nicht unbedingt von zwei Sorten sprechen, weil vermutlich mehrere Faktoren die Auswahl beeinflussen.

Kaninchen trennen Fküssigkeit und kleine Partikel von göberen Teilchen durch einen "wash-back" genannten Mechanismus. Das heißt, diese werden entgegen der Richtung des Abtransportes der große, schwer- und unverdaulichen Faserreste zurück in den Blinddarm befördert und dort durch Bakterien verwertet. Der entstehende Brei wird zu Kotgügelchen geformt und mit Schleim überzogen. Diese Form des Kotes (Blinddarmkot) ist protein-, vitamin- und fettreich. Diesen Mechanismus haben Degus nicht. Sie halten besonders ballastreichen Nahrungsbrei im Dickdarm zurück, der von Bakterien verarbeitet wird. Aber es gibt keinen getrennten Kot wie beim Kaninchen. Weil größere "Rohfaser"-Partikel beim Kaninchen schnell ausgeschieden werden, ist logischerweise eine gemessene "Rohfaser"-Verdaulichkeit niedriger als bei anderen Tieren. Im welchem Maß diese Strategie am Ende besser ist, wurde meines Wissens nach noch nicht gemessen. Aber allg. wird davon ausgegangen, dass die Caecotrophie (Blinddarmkotverwertung) die effektivste Form von kleinen Herbivoren darstellt.
Sakaguchi, 2003 hat Folgendes geschrieben:
Maras, nutrias, guinea pigs and degus are most efficient in digesting fiber, followed by hamsters, voles and leaf-eared mice. Rabbits and rats are the least efficient of all other animals evaluated on the same diet containing 50% alfalfa meal.

Das Kaninchen kümmert sich gar nicht um größere Faserteilchen, sondern bemüht sich, die kleineren besser zu verwerten.

Zur Reproduktion:
Meserve et al., 1984 hat Folgendes geschrieben:
Rojas et al. (1977) suggested that degu reproduction may be triggered by the availability of green vegetation at the time of first ovulation and conception. In their central Chilean populations studied in the same years (1975-76) as the La Dehesa population at a site approximately 10 km away, conception occurred in mid-June to mid-July and parturition in mid-September to mid-October with a second litter born to some females in December-January probably as a result of a post-partum estrus. These data generally agree with the results at La Dehesa although we encountered some pregnant females as early as April- May 1975 (Fig. 2) prior to the initiation of their study. This coincided with an unusually early initiation of winter rains that year (Fig. 1) and suggest that at least some reproduction by degu is triggered by precipitation. However, ·the major episode of reproduction coincided with maximum vegetation growth following rains in 1975. Interestingly, testis size in male degu was still quite small in April 1975 at La Dehesa (Fig. 3) suggesting that sperm production and male fertility may have preceded measurable testis growth. In Fray Jorge, reproduction was limited to one major episode in 1974 with all pregnant and lactating females occurring between July and September; no evidence of a second litter was present. Reproduction here may have also been triggered by precipitation although the total amount of moisture in May 1974 was extremely small (6.2 mm) compared to that in June (33 mm) when mating and conception probably occurred. The availability of shrubs with persistant foliage such as Porlieria chilensis and Chenopodium petiolare at Fray Jorge and their high importance in degu diets in May-July 1974 (Fig. 4) may allow them to respond directly to precipitation rather than herbaceous growth. Fulk (1976) reported the presence of a pregnant female in November 1972 and juveniles less than a month old in mid-April during a year of above-average rainfall (260 mm) further supporting the role of moisture. The variability of reproduction among degus in different years and localities argues against photoperiod playing a solitary role in triggering reproduction onset as supported by Morales et al. (1983). Given the degu's long gestation period and unpredictability of its environment, sensitivity to climatic cues may be essential to successful reproduction. Interestingly, litter size was identical for La Dehesa and Fray Jorge populations and very similar to that reported by Fulk in central Chile at La Rinconada (X= 5.3, Fulk 1975). Degus in the laboratory however have considerably larger litter sizes (X = 6. 8; Woods & Boraker 1975). Degu populations at La Dehesa and Fray Jorge show distinct dietary patterns and habitat associations. Trophically, degu play an ecological role similar to that of diurnal ground squirrels and woodrats (Glanz 1977a, 1977b, Glanz & Meserve 1982).

Demnach wären limitierende Faktoren für die Reproduktion das Klima/Wetter in Form von Regen und die daraus folgende Verfügbarkeit von qualitativ hochwertiger Nahrung.
Ebensperger & Hurtado, 2005 hat Folgendes geschrieben:
Collectively, these findings indicated that breeding activity of our degu population occurred once per year during winter-spring months.

Ebensperger et al., 2013 hat Folgendes geschrieben:
A total of 83 females were monitored during spring across years of study. Of these, only one female did not show evidence of parturition or lactation. Two females were noted to breed in spring on different, consecutive years. Multiple breeding within same year took place during 2009 exclusively.

Auch in anderen Quellen habe ich keine Angaben darüber gefunden, dass Degus mehr als 2 Würfe im Jahr aufziehen. Normal ist 1 Wurf, wenn das Watter günstig ist, können auch 2 aufgezogen werden. Ich vermute aber, dass die Sterblichkeit der Tiere aus dem zweiten Wurf wesentlich höher ist. Bei Wildkaninchen ist die Sterblichkeit spät im Jahr geborener Jungtiere zumindest höher, weil die Nahrungsgrundlage schlechter wird.

Zum Wachstum:
David hat Folgendes geschrieben:
Wobei da gibt es noch einen entscheidenden Unterschied, der sicher auch eine Rolle spielt: die Degus sind im Gegensatz zu den Nestflüchter und haben deshalb eine recht lange Tragzeit.

Weir, 1970 hat Folgendes geschrieben:
Gestation lasts for 90 days (range 87-93 days) and an average of 5 young are born (range 1-8 ). These young are not as precocious as those of other hystricomorphs. [...] The young grow very quickly; the eyes open within the first week and they are weaned at 4-6 weeks.

Das Absetzalter von Wildkaninchen und Degus ist mit 4-6 Wochen nach der Geburt vergleichbar, auch wenn Wildkaninchen erst einmal nackt, blind und taub geboren werden. Die Augen des Kaninchens öffnen sich mit 8 Tagen. Aber: Die Tragzeit des Degus beträgt 90 Tage, während sie beim Kaninchen nur 30 Tage beträgt. Insgesamt sind also Wildkaninchen schneller "fertig", als Degus.

Zu den Daten im Diagramm:
David hat Folgendes geschrieben:
Was mich noch interessieren würde, woher hast du die Daten von Hommel in deiner Grafik?

Die Daten findest Du auf S. 166 in Tabelle 35 für Degus und auf Seite 167 in Tabelle 36 für Kaninchen (hinter dem Literaturverzeichnis). Die Verdauliche Energie DE wurde von mir für alle, auch aus der Quelle Fekete, 1991, errechnet nach GfE, 2014. Die Formel für die Werte in der Trockensubstanz lautet: DE MJ/kg TS = - 3,54 + ((0,0209 x g Rp) + (0,0420 x g Rfe) + (0,0001 x g Rfa) + (0,0185 x g NfE)).
Für Leser meines Buches "Das Kaninchen - Nahrung und Gesundheit": dort finden sich andere Werte von Fekete für DE, weil die Berechnungsgrundlage damals noch eine andere war.

mfG,
Andreas

Quellen:
Ebensperger, L. A., & Hurtado, M. J. 2005. Seasonal changes in the time budget of degus, Octodon degus. Behaviour, 91-112.

Ebensperger, L. A., Tapia, D., Ramírez-Estrada, J., León, C., Soto-Gamboa, M., & Hayes, L. D. 2013. Fecal cortisol levels predict breeding but not survival of females in the short-lived rodent, Octodon degus. General and Comparative Endocrinology, 186, 164-171.

Kenagy, G. J., Veloso, C., & Bozinovic, F. 1999. Daily rhythms of food intake and feces reingestion in the degu, an herbivorous Chilean rodent: optimizing digestion through coprophagy. Physiological and Biochemical Zoology, 72(1), 78-86.

Meserve, P. L., Martin, R. E., & Rodriguez, J. A. I. M. E. 1984. Comparative ecology of the caviomorph rodent Octodon degus in two Chilean Mediterranean-type communities. Revista Chilena de Historia Natural, 57, 79-89.

Sakaguchi, E. I. (2003). Digestive strategies of small hindgut fermenters. Animal Science Journal, 74(5), 327-337.

Weir, B. J. 1970. The management and breeding of some more hystricomorph rodents. Laboratory Animals, 4(1), 83-97.
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