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Pflanzenöle - doch nicht so gesund?

 
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Vanessa87
Ökomöke


Anmeldungsdatum: 12.01.2008
Beiträge: 1474
Wohnort: D - Leverkusen

BeitragVerfasst am: 31.01.2008 12:42    Titel: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

nach langem Warten habe ich heute Morgen endlich eine Antwort von Barbara R. Messika bekommen. Sie schrieb in ihrem Buch "B.A.R.F Artgerechte Rohernährung für Hunde" dass Sonnenblumenöl, Maiskeimöl und eventuell Färberdistelöl krebserregend sein könnten. Sonnenblumenöle sollen wohl in der Krebsforschung auch an die Ratten gegeben werden, damit sich der Krebs schneller ausbreitet.
Das machte mich sehr stutzig, also gab es diese 3 Ölsorten nicht mehr bei mir. Nun viel mir auf das meine Ratten ja auch sehr viele Sonnenblumenkerne bekommen. Nun wenn das Öl ja so ungesund sein soll, wie sieht es dann mit den Kernen, den Blüten, etc aus? Wäre es dann nicht besser diese komplett aus dem Futter wegzulassen?

Ich möchte euch gerne die Mail zeigen, die sie mir schrieb und euch bitten, dem Ganzen etwas nachzugehen. Vielleicht ist es ja auch sehr hilfreich für den "Ratten-Ernährungsbericht" ? Schließlich sind Sonnenblumenkerne ja nun für fast jedes Tier mit im Futter. (Fertigfutter!)

Zitat:
Journal für Orthomolekulare Medizin 3/94 (kann über den R.Reglin Verlag in Köln bestellt werden)
"Sonnenblumenöl fördert das Wachstum von Tumoren, Leinöl (reich an alpha-Linolensäure) verringert das Wachstum von Tumoren...."




Weiterhin siehe auch:
http://ki.se/ki/jsp/polopoly.jsp;jsessionid=azosTLADZB5-2HDlkF?l=en&d=130 (Schwed. Institut für Krebsforschung)


sowie:
Bayrisches Julius-Max- University Würzburg - Projektleiter Dr. Erwin Eder
Hier ein kleiner Auszug (2002):
"...Derzeit untersuchen einige Toxikologen einige Bestandteile von Pflanzenölen auf krebsauslösende Wirkungen. Dies teilte die Bayrische Julius-Maximillians-University Würzburg mit. Es besteht der Verdacht, dass Pflanzenöle möglicherweise doch nicht nur gesund sind. Für diese Forschung wurden vom Weltfond für Krebsforschung "World Cancer Research Fund" rund 300.000 DM für die nächsten drei Jahre zur Verfügung gestellt.


Eine ausschlaggebende Rolle bei der Krebsentstehung spielt die Zusammensetzung der Nahrungsfette, so Eder. Bestimmte ungesättigte Fettsäuren, besonders Linolsäure und Arachidonsäure, stehen hier im Verdacht.


Linolsäure kommt zu 50 bis 65 Prozent in Sonnenblumenöl und Maiskeimöl und sogar zu 80 Prozent in Färberdistelöl vor. Arachidonsäure ist vorwiegend in tierischen Fetten zu finden. In Fischölen und Raps vorkommende mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollen die Mutation der Fettsäuren verhindern können. Somit also die Entstehung von Krebszellen..."


Was sagt ihr dazu?
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Robert Lembke
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Murx Pickwick
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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4622
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BeitragVerfasst am: 31.01.2008 14:32    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

[bitterironischer Vergleich]
Nun - mit 4g Vitamin C pro Tag kannst du Ratten umbringen ... um sie mit Sonnenblumenöl sicher umzubringen, brauchst du weitaus mehr Öl pro Tag ...

Hunde können Vitamin C selbst herstellen - also sollten doch am Besten dem Hunde keine Vitamin C haltigen Futtermittel angeboten werden. Er braucht sie nicht und so ein tödliches Gift wie Vitamin C wollen wir ihm doch wirklich nicht antun ...

Linolsäure, welche in Sonnenblumenöl vorkommt, ist für den Hund essentiell ... irgendwie muß sie also in den Hund reinkommen ...
[/bitterironischer Vergleich]

Das obere Beispiel ist ein wenig überspitzt, geb ich zu. Solange man den Hund nicht gerade mit reiner Ascorbinsäure füttert, ist es vollkommen unmöglich, Hunde mit Vitamin C zu vergiften - genauso ist es unmöglich, die Krebsrate von Hunden mit Sonnenblumenöl als Supplement zu erhöhen. Da sind einfach viel mehr andere Gifte, die weitaus stärker krebserregend sind, wie ausgerechnet Linolsäure in Sonnenblumenöl, und dem kein Hundebesitzer ausweichen kann!
Eines dieser Giftgemische sind zum Beispiel Autoabgase - mir kann niemand erzählen, daß sein Hund nie Autoabgasen ausgesetzt wird! Dabei haben Hunde ihre Nasen auch noch so richtig in der Höhe der Auspuffanlagen, atmen also die doppelte bis dreifache Menge der Autoabgase ein wie ein ausgewachsener Mensch!
Solange du dies nicht ausschalten kannst, ist das Sonnenblumenöl absolut harmlos gegen - ganz im Gegenteil, durch das in Pflanzenölen, auch Sonnenblumenöl, vorhandene Vitamin E wird dein Hund sogar vor der krebsauslösenden Wirkung der Autoabgase geschützt ...

Und hier kommen wir zum eigentlichen Pflanzenölproblem:
Werden die Öle auf konventionelle Art und Weise raffieniert, bleibt von dem Vitamin E nicht mehr viel übrig, gleichzeitig verschiebt sich das Fettsäuremuster zugunsten von gesättigten Fettsäuren. Die genauso wie Vitamin E als Radikalfänger wirkende Linolensäure wird zu großen Teilen umgewandelt in Linolsäure, die diese Eigenschaft nicht hat ...

Bei kaltgepreßten Ölen passiert das kaum, wenn, wie bei Rapunzel, sogar bei der Pressung drauf geachtet wird, daß die Temperatur nicht über ca 40 - 45°C steigt, auch nicht kurzfristig, bleibt das Vitamin E vollständig erhalten, das Fettsäuremuster verschiebt sich nur kaum merklich ... den höchsten Linolengehalt eines Sonnenblumenkernöls hast du also in kaltgepreßten Öl, welches mit einem speziellen Verfahren während der Pressung weiter gekühlt wird (auch bei Kaltpressung können normalerweise kurzfristig Spitzentemperaturen von bis zu 80°C entstehen).

Wird Leinöl konventionell gepreßt, ist es also trotz seiner sonst so hochgelobten Eigenschaften krebserregender, wie Rapunzel-Sonnenblumkernöl ...

Es ist also auch hier wieder die Abwechslung und die Verhältnismäßigkeit, die mal wieder nicht beachtet wurde ...

Wenn du übrigens rohes Fleisch und rohes Fett aus ganzjähriger Weidehaltung verfütterst, bekommt der Hund alle ungesättigen Fettsäuren, die er braucht. Du brauchst nun gar nicht mehr mit ungesättigten Fettsäuren zu supplementieren. Genauso sieht es aus, wenn du viel Wildfisch oder Fisch aus extensiver Haltung (Bio) verfütterst. Die Supplementierung mit Pflanzenölen ist also nur nötig geworden, weil im Fleisch und Fett von Tieren, die mit Kraftfutter gefüttert werden, viel zu wenig ungesättigte Fettsäuren enthalten sind und der Hund damit nicht genügend essentielle Fettsäuren, wie Linolsäure oder Arachidonsäure* bekommen würde ...

*Arachidonsäure kann vom Hund in mehreren Schritten aus Linolsäure hergestellt werden ... bekommt er also genügend Linolsäure, braucht er keine Arachidonsäure. Da Gamma-Linolensäure einer dieser Zwischenschritte ist, kann auch diese Arachidonsäure und Linolsäure ersetzen.
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Vanessa87
Ökomöke


Anmeldungsdatum: 12.01.2008
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BeitragVerfasst am: 31.01.2008 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Murx,

okay... hätten wir das dann wohl auch geklärt... Augenrollen

Das man nur kaltgepresste Öle nutzen soll, wusste ich bereits. Das da aber auch nicht alles soooo toll ist, nicht... Augenrollen

Also wären Produkte von Rapunzel somit sogar empfehlenswert?
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Murx Pickwick
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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
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BeitragVerfasst am: 31.01.2008 14:53    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Theoretisch ja ... allerdings ist auch Rapunzel keine Engel-Firma.

Ob der höhere Preis von Rapunzel-Ölen im Vergleich zu anderen Bio-Pflanzenölen wirklich durch die etwas höhere Qualität gerechtfertigt ist, kann ich nicht sagen ...
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Vanessa87
Ökomöke


Anmeldungsdatum: 12.01.2008
Beiträge: 1474
Wohnort: D - Leverkusen

BeitragVerfasst am: 31.01.2008 19:45    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Huhu,

ja, hatte da was von der Schokolade gehört Wink

Ich schau einfach mal was ich für Öl kaufe. Kaltgepresstes kaufe ich ja seit fast 1 Jahr, dabei bleibe ich ja auch Smile
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davX
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BeitragVerfasst am: 01.02.2008 15:54    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Hallo,

willst du meine Meinung dazu wissen? Solche Studien taugen oft nicht viel, denn nicht selten werden vereinzelte Wirkstoffe aus der Pflanze extrahiert und dann an Tieren ausprobiert. Durch die Separierung und oft auch viel zu hohe Dosierung findet man oft schnell negative Wirkungen wie krebserregende Wirkungen. Gutes Beispiel dafür ist das Apiol in der Petersilie. Das ist krebserregend und toxisch. Aber ist das deswegen die Petersilie auch? Nein, es gab nie Probleme und wird wohl auch keine geben, denn es ist immer eine Frage des Verhältnis und der Mengen. Extrahierte Wirkstoffe haben mitunter eine andere Wirkung, denn in Kombination mit anderen Stoffen auch Pflanzenflüssigkeit bekommen wir einen Verdünnungseffekt, welcher dazu führt, dass die Stoffe weniger konzentriert aufgenommen werden und besser verstoffwechselt und abgebaut werden können. Dazu beugt eine vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung vor, dass einzelne potentiell negative Stoffe den Körper zu sehr belasten. Aber glaube nicht, es gäbe "gesunde" Lebensmittel, Pflanzen, die nur positive Wirkungen haben, alles hat auch schädliche Stoffe drin, welche den Organismus bei grösseren Mengen auch belasten können.

Ach ja, noch was musst du wissen bei solchen Studien, gerade in der Medizin und Pharmaindustrie sind Ergebnisse wichtig. Eine Studie, die herausfindet, dass Sonnenblumenöl nicht krebserregend ist, die ist Müll, Schwachfug, sowas wird nicht publiziert, erst wenn die Forscher nachweisen können, da ist was drin, das nicht gut ist - in der Sprache der Wissenschaft wird da auch von signifikanten Ergebnissen gesprochen, dann wirds wirklich auch spannend für die Verlage.

Und jetzt versuch dich mal in so einen Forscher zu versetzen, der etwas untersucht. Er will etwas herausfinden, unbedingt, damit er publizieren kann in renomierten Fachzeitschriften und er muss in denen Publizieren und zwar viel, das fördert seine Karriere, so hat er höhere Chancen an Top-Unis als Dozent oder Professor angestellt zu werden und das heisst wiederum ein weiterer Karriereschub und höhere Gehälter, möglicherweise Sponsoring durch die Industrie, welche an Lobbyismus für ihre Sache interessiert ist, etc. etc.
Da heiligt dann der Zweck die Mittel, dass man mit fragwürdigen Methoden zu "spektakulären" Ergebnissen kommt und damit was tut für die eigene Karriere.
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Vanessa87
Ökomöke


Anmeldungsdatum: 12.01.2008
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BeitragVerfasst am: 01.02.2008 16:51    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Hey Davx,

ich denke ich habe es verstanden....

Ich finde das klingt alles verdammt unfair und faul..... Aber solangsam erfahre ich, wie sehr wir doch getäuscht werden. Manchmal frage ich mich ob das nicht alles Absicht ist. Ob wir nicht in einer Art Matrix leben und alles geplant ist. Eine Art Truman Show. Vielleicht eine Mischung aus beidem....
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


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BeitragVerfasst am: 01.02.2008 17:42    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Sowas in der Art wie Matrix oder Truman Show - aber nicht so gerichtet ...

Es sind viele Fehler in der Vergangenheit passiert - es konnte sich eine gerichtete Bevölkerungspolitik durchsetzen, was erst zu den für die Industrialisierung notwendigen Menschenmassen führte, es konnte sich Handel gegen das Gemeinwohl durchsetzen, es konnten sich Manufakturen als Vorreiter der Konzerne durchsetzen - das, was wir mom haben, ist nur die logische Fortführung des Ganzen ... getragen von jedem von uns, denn wir kaufen ein. Und stützen damit die Strukturen, die sich nun etabliert haben ...

Es gab mal ne Zeit, da herrschte der Adel - diese Zeit ist vorbei, es herrschen nun die Großkonzerne ... aber ohne Absprache, die Riesen sind sich zum Teil spinnefeind und versuchen sich gegenseitig auszubooten. Ist halt auch eine Art von Evolution ...
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Vanessa87
Ökomöke


Anmeldungsdatum: 12.01.2008
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BeitragVerfasst am: 01.02.2008 17:52    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Murx Pickwick hat Folgendes geschrieben:
Sowas in der Art wie Matrix oder Truman Show - aber nicht so gerichtet ...


Es gab mal ne Zeit, da herrschte der Adel
- diese Zeit ist vorbei, es herrschen nun die Großkonzerne ... aber ohne Absprache, die Riesen sind sich zum Teil spinnefeind und versuchen sich gegenseitig auszubooten. Ist halt auch eine Art von Evolution ...


Aber ist der Adel in dem Fall nicht das Gleiche wie die Großkonzerne? Wenn ich im Geschichtsunterricht richtig aufgepasst habe, dann war der Adel auch sehr unfair den normalen und "armen" Bürgern gegenüber und es herrschten auch nur Lügen, Profitgier, etc.
Ich sehe da gerade keinen Unterschied - außer das die "normalen, armen" Bürger die Chance haben in den Adel einzutreten. Es verschwimmt alles irgendwie ineinander....
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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4622
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 01.02.2008 18:28    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Der Adel hat sich über seine Besitztümer und die Verpflichtungen gegenüber anderen Adligen definiert, Konzerne definieren sich über den Profit. Da liegt der Unterschied.

Adel ist etwas, was vererbt wird, Konzerne dagegen werden regiert von Managern, die nur kurzfristig und je nach Leistung in einem Unternehmen bleiben.
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Camie
Süchtig


Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 67
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Huhus,

jaja, die Fette... ich glaube, über die widersprüchlichen Forschungsergebnisse (und damit sind schon nur die gemeint, die auch veröffentlicht wurden!) könnte man Bücher füllen.

Möchte aber darum bitten, nicht alle "bösen Forscher" in einen Topf zu schmeißen - ich gehöre auch zu dieser scheinbar verhaßten Spezies. Und ich bemühe mich ebenfalls, möglichst schnell möglichst gute Ergebnisse zu bekommen und zwar nicht um irgend welche irrwitzigen Reichtümer anzuhäufen.
Sicher sieht es in anderen Gebieten anders aus - seit ich z.B. bei den Medizinern ein Praktikum gemacht habe spende ich nichts mehr für Krebsforschung, da ich gesehen habe wie da mit Geld um sich geschmissen wird.
Das wollte ich nur mal loswerden.

Zum Thema Fette nochmal... ich denke die Veränderung durch bestimmte Verarbeitungsprozesse ist wesentlich gefährlicher als eventuelle Gefahren, die von natürlichen Inhaltsstoffen ausgehen. Ich meide z.B. seit meinem Studium so weit wie möglich Margarine oder generell gehärtete Fette, da diese im Gegensatz zu anderen ungesättigten Fettsäuren nicht abgebaut werden können.
So verteufelt wie manche Inhaltsstoffe werden, so hochgelobt werden andere, beispielsweise Antioxidantien für ihren angeblichen Schutz vor Krebs. Dabei ist dieser Regelkreis wahnsinnig kompliziert und (zumindest im Pflanzenbereich weiß ich das) noch nicht komplett aufgeklärt.

LG Camie
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8494
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008 23:47    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

@Camie
nicht alle Forscher sind böse Wink
Aber wenn viele Leute so wissenschaftsgläubig sind, dann juckts uns dann schon in den Fingern, da etwas entgegenzusteuern.
Dass es auch seriöse und sinnvolle Forschung in dem Bereich gibt, möchte ich nicht bezweifeln. Dennoch habe ich doch tendentiell den Eindruck, dass in gewisser Massen eine "Kommerzialisierung" in der Forschung einhält, die vor der Qualität nicht halt macht. Gerade auch das grosse Lobbyinteresse der Industrie (seien es nun Pharma oder Lebensmittelmulti) und der Wandel hin zu einer Wissenschaft, die möglichst angewandt forschen soll (bei der dann eben die Lobby die grossen Geldgeber sind), dass sie auch wieder Kosten decken können, das kratzt doch letztlich auch etwas an der Unabhängigkeit der Ergebnisse.
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BeitragVerfasst am: 19.02.2008 10:22    Titel: Re: Pflanzenöle - doch nicht so gesund? Antworten mit Zitat

Die Wissenschaft ist ein Werkzeug - nix weiter ...
Forscher sind die Spezialisten, die mit diesem Werkzeug perfekt umgehen können - nix weiter ...

Diese Spezialisten wollen jedoch bezahlt werden - und erst an DIESER Stelle setzt die Moral an. Ein Forscher kann sich doch in unserer Zeit gar nicht mehr aussuchen, ob und wie er einen Auftrag umsetzt, genausowenig wie ein Arbeiter. Wenn er idealistisch an seine Arbeit rangeht, passiert das Gleiche, wie dem Bauarbeiter, der sich weigert, als Veganer den nächsten Schweinemastbetrieb mitzubauen - er wird arbeitslos!

Wer also die Bösen sind, das ist unser System, nicht der einzelne Forscher ... vom einzelnen Forscher aus betrachtet ist es nur Glück oder Pech, ob er in einem Bereich arbeiten kann, wo er die Chance hat, moralisch und ethisch zu handeln oder nicht. Wenn du die Wahl hast, entweder eine gut bezahlte, feste Stelle zu haben oder rausgeschmissen zu werden, weil du einen Auftrag nicht zur Zufriedenheit deiner Auftraggeber abschließt, bin ich mir sicher, auch du wirst dich für diese feste Stelle entscheiden. Ich selbst hab mich von Anfang an dagegen entschieden - und hab nicht mal mein Studium geschafft! Geschweige denn, es geschafft, ein sicheres Einkommen zu bekommen! In dieser Gesellschaft sind solche Typen wie ich Auslaufmodelle ... das hat nicht mal mehr was mit Märtyrertum zu tun, sondern einfach nur mit Auslese.
Wir haben einfach mit den Multikonzernen eigene "Wesen" geschaffen mit eigenen Zielen und eigenen Methoden, sie umzusetzen ... und das tun sie auch äußerst erfolgreich. Es ist eine Art Evolution, die wir hier beobachten - eine Evolution der Wirtschaft und Gesellschaft.
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